SPD im Gespräch: Mit der Landwirtschaft sprechen, statt über sie

Pressemitteilung

Vertreter der SPD-Kreistagsfraktion haben sich mit dem Vorstand des Bauern- und Winzerverbandes Rhein-Lahn zu einem informativen Gedankenaustausch getroffen. Im Gespräch wurden zahlreiche Themen diskutiert, Informationen ausgetauscht und vielfach gemeinsame Positionen festgestellt. „Uns ist es wichtig, mit der Landwirtschaft zu sprechen, statt immer nur über sie, wie das leider viel zu oft gemacht wird“, fasst Carsten Göller, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, das Ansinnen des Gesprächs zusammen.

Neben Wetterkapriolen und der häufig schwierigen Erlössituation schilderten der Vorsitzende der Bauernschaft im Kreis, Horst Klöppel, sowie Geschäftsführer Armin Geisel, dass die Art und Weise der öffentlichen Diskussionen über die Landwirtschaft das größte Problem für zahlreiche Berufskollegen sind. Dies hat direkte Auswirkungen auf den Berufsstand, da beispielsweise Fachkräfte und Hofnachfolger fehlen, erläuterte Klöppel. Dazu stellte Michael Schnatz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Diez fest: „Leider werden viele Diskussionen, nicht nur zum Thema Landwirtschaft, viel zu überzeichnet geführt. Da sollten alle einmal überlegen, wie wir als Gesellschaft miteinander umgehen.“

Erörtert wurde auch die Entwicklung der Direktvermarktung im Rhein-Lahn-Kreis. Mit Unterstützung vieler Landwirte ist man damit vor über 20 Jahren gestartet, allerdings haben viele Hofläden auf Grund gesteigerter Anforderungen aus dem EU-Recht wieder aufgeben müssen und auch der wirtschaftliche Erfolg war nicht überall überzeugend. Sowohl die SPD-Fraktion, als auch der Bauernverband sehen in lokal gebündelten Initiativen im Einzelhandel größere Chancen vor Ort produzierte Waren sicher und transparent zu vermarkten. „Da man nicht für jedes Produkt einen anderen Hof ansteuern kann, halte ich es für sinnvoll, die Bemühungen mit interessierten und verlässlichen Supermärkten zu bündeln“, so Kreistagsmitglied Evelin Stotz aus Schiesheim.

Neben örtlichen Fragen ging es im Gespräch auch um Probleme, die auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene gelöst werden müssen. Überregulierungen in der Tierhaltung, Förderungen von Impfungen, etwa zur Eindämmung der Blauzungenkrankheit, die allgemeine Förderung der Landwirtschaft oder die Sicherstellung ökologischer Vorrangflächen in der Region wurden im Gespräch erörtert und Gedanken ausgetauscht. Der Landtagsabgeordnete Jörg Denninghoff nahm einige Anregungen und Sorgen der Landwirte mit und wird sie an entsprechender Stelle in Mainz in die Diskussionen einbringen.

 

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